Im Rückblick: X-Out

20.000 Meilen unter dem Meer, Jules Verne: Die Inspiration für »X-Out« liegt auf der Hand: 1989 erstmals erschienen, begab sich der Spieler auf eine gefährliche Reise. Der Clou: das Abenteuer fand nicht wie sonst üblich im fernen Weltraum statt, sondern in den Ozeanen der Erde - in einem Kampf-U-Boot, das von Heerscharen feindlicher Gleiter attackiert wurde. Die Produktion war damals als hausinternes Nachfolgespiel zu »R-Type« gedacht. Chris Hülsbeck: »Die Musik sollte majestätisch und gleichzeitig futuristisch klingen. Und natürlich auch die Unterwasseratmosphäre herüberbringen«.

Mit der Veröffentlichung der heutigen Anekdote zu »X-Out« wurde gleichzeitig ein neuer Titel für die Konzerte am 23. August 2008 bekanntgegeben.

Ganze drei Monate arbeitete Chris Hülsbeck an der Fertigstellung der Melodien: »Ich habe viel mit Chorklängen herumprobiert und auch einige synthetische Effekte eingebaut«. Er lacht: »Es sollte irgendwie nach Wasser und Blubbern klingen«.

Als Inspirationsquelle für den umfangreichen Soundtrack gab es Artwork der zahlreichen Spielelevel. Diesen Teil übernahm Celal Kandemiroglu, der sich zuvor als Coverdesigner einen Namen gemacht hatte. Mit »X-Out« betreute er eines seiner ersten Spiele, wofür er unter anderem die Konzeptgrafiken anfertigte. So vorbereitet bekam Chris Hülsbeck weitgehend freie Hand für seine Musik. Allerdings: »Ich war schon immer selbst mein größter Kritiker und habe oft viele Revisionen eines Stücks gemacht, bevor es fertig war«.

Für die Aufführung im August sind seine Erwartungen sehr hoch: »Ich bin natürlich schon mal gespannt, wie das mit einem echten 50-Mann-Chor und lateinischen Lyrics klingen wird!«.

Im Konzert mit dabei: »X-Out (Main Theme)«.

  • Das Konzert

    Musik von Chris Hülsbeck, aufgeführt durch das WDR Rundfunkorchester Köln unter der Leitung von Grammy-Preisträger Arnold Roth

    Solisten: Jari Salmela (Klavier) und Rony Barrak (Perkussion)

    CD-Mitschnitt (2. Auflage)
    Album auf iTunes
    Album auf Amazon-MP3
  • Chris Hülsbeck

    Für viele Spielefans ist Chris Hülsbeck der »Soundmagier«. Dabei hat er bloß einige der bekanntesten Melodien für Commodore 64 und Amiga komponiert, zum Beispiel für »The Great Giana Sisters« oder die »Turrican«-Reihe, auf beiden Homecomputern spezielle Musiksoftware entwickelt, mit synSONIQ ein eigenes Label für Spielemusik gegründet und neun CD-Alben veröffentlicht.
    Ein ganz normaler Held also.