Im Rückblick: Grand Monster Slam

In dem 1989 veröffentlichten Titel »Grand Monster Slam« maßen sich unterschiedliche Rassen wie Menschen, Goblins und Halblinge in einer kuriosen Sportveranstaltung, anstatt sich in Kriegen zu bekämpfen: In dem flinken Ballduell galt es, die Gegner im KO-System zu bezwingen. »Für den Soundtrack habe ich damals ein wenig mit Trompeten und Posaunen experimentiert. Heraus kam dabei unter anderem das Stück, das nun meine beiden Konzerte im August eröffnen wird«, so Chris Hülsbeck.

Das Besondere: Schon morgen am Sonntag, 17. Februar 2008 feiert der Titel unter der Leitung von Markus Poschner Weltpremiere.

»Grand Monster Slam« wird innerhalb des WDR-Konzerts »That’s Sound, that’s Rhythm« im Funkhaus Wallrafplatz uraufgeführt, um Fans einen Vorgeschmack auf die »Symphonic Shades«-Veranstaltungen zu geben.

Der Originaltitel gehört zu den ersten orchestralen Arrangements von Chris Hülsbeck. Damals fing er damit an, sich verstärkt für Filmmusik zu interessieren: »John Williams war natürlich immer einer meiner Lieblingskomponisten und ein Vorbild. Seine Musik war und ist eindeutig eine meiner Inspirationsquellen«. Diese Tatsache half auch bei der Arbeit an »Grand Monster Slam«, einem Spiel im mittelalterlichen Stil mit Fantasyelementen. Wichtig war allerdings ebenso: »Das Stück sollte nach einer typischen Fanfare klingen, sich nicht zu ernst nehmen und einfach Spaß machen«.

Bis es soweit war, sollte Chris Hülsbeck einige Nächte damit verbringen müssen, dem Soundtrack für das virtuelle Sportspektakel den letzten Schliff zu geben: »Ich habe mein Studio bei Rainbow Arts selten verlassen können. Ich habe da praktisch gewohnt!«.

Im Konzert mit dabei: »Grand Monster Slam (Opening Fanfare)«.

  • Das Konzert

    Musik von Chris Hülsbeck, aufgeführt durch das WDR Rundfunkorchester Köln unter der Leitung von Grammy-Preisträger Arnold Roth

    Solisten: Jari Salmela (Klavier) und Rony Barrak (Perkussion)

    CD-Mitschnitt (2. Auflage)
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  • Chris Hülsbeck

    Für viele Spielefans ist Chris Hülsbeck der »Soundmagier«. Dabei hat er bloß einige der bekanntesten Melodien für Commodore 64 und Amiga komponiert, zum Beispiel für »The Great Giana Sisters« oder die »Turrican«-Reihe, auf beiden Homecomputern spezielle Musiksoftware entwickelt, mit synSONIQ ein eigenes Label für Spielemusik gegründet und neun CD-Alben veröffentlicht.
    Ein ganz normaler Held also.