Im Rückblick: Turrican II - The Final Fight
Köln. Eine Computermesse in den 90er Jahren. Die Fans wissen: Es existieren nur 900 Kopien einer heißbegehrten Demo-Diskette. Der Andrang ist groß. Viel zu groß: Beim Sturm auf die wenigen Exemplare gibt es kein Halten mehr. Und nach all dem Schubsen und Schieben schließlich auch zwei Verletzte.
Der Grund für die Hysterie? »Turrican II - The Final Fight«: Detailierte, weitläufige Level in Science Fiction-Welten, die erforscht und befriedet werden wollen. Grandiose Grafiken. Und ein phantastischer Soundtrack von Chris Hülsbeck, der Höchstnoten sammelt.
Kult.
Deswegen wird »Turrican II - The Final Fight« bei »Symphonic Shades« mit einem siebenminütigen Klavierkonzert gewürdigt: Unter der Leitung von Grammy-Preisträger Arnold Roth werden der finnische Pianist Jari Salmela und das WDR Rundfunkorchester Köln das »Main Theme« uraufführen.
Superlative.
Und damals? Wieviele Megabyte durften für die Musik eigentlich verwendet werden? Chris Hülsbeck lächelt: »Von solchen Größen konnte ich nur träumen! Insgesamt hatte ich fast 400 Kilobyte für den gesamten Soundtrack zur Verfügung«. Jede Spielewelt kam mit einem eigenen Set an Instrumentenklängen daher, um die Atmosphäre der Level gezielt unterstützen zu können. »Im Speicher waren zirka 60 Kilobyte, also die Daten für die Musik, die Instrumente und das Abspielprogramm. Das kommt einem heute total lächerlich vor, oder?«
Für Chris Hülsbeck ist es eine Ehre, dass er noch immer auf die Spielereihe und speziell auf Teil 2 angesprochen wird: »Turrican war und ist ein Meilenstein für mich und die Fans. Und ein großer Teil meines Lebenswerkes«.
Im Konzert mit dabei: »Turrican II - The Final Fight (Renderings: Main Theme)«.

