Im Rückblick: Tunnel B1

Im November 1996 erschien »Tunnel B1« und schickte die Spieler in rasanten Raumgleitern durch verwinkelte, unterirdische Höhlensysteme. Missionsziel? Schießen, Deckungen nutzen, Boni einsammeln und machthungrige Despoten daran hindern, die Macht zu ergreifen. »Tunnel B1 war mein erstes reines CD-ROM-Projekt. Ich habe versucht, das Ganze wie Filmmusik zu behandeln und alle Register meiner damaligen Klangmöglichkeiten zu ziehen«, erinnert sich Chris Hülsbeck an den martialischen Soundtrack.

Perkussionkünstler Rony Barrak wird wie bekanntgegeben auf beiden »Symphonic Shades«-Konzerten am 23. August 2008 auftreten und »Tunnel B1« zusammen mit dem WDR Rundfunkorchester präsentieren.

Chris Hülsbeck verbindet eine weitere Erfahrung mit dem Projekt: 1997 besuchte er das Musikstudio von Hollywood-Komponist Hans Zimmer, um ihm sein neuestes Werk vorzuspielen. »Ironischerweise war er gerade für ein paar Tage nach Deutschland gereist, um Verwandte zu besuchen. Daher wurde leider nichts aus meinem Plan«. Die Tour durch das Gebäude stellte für Chris Hülsbeck dennoch ein prägendes Erlebnis dar, das ihn in seiner neuen Heimat USA motivierte.

Nicht nur deswegen liegt Chris Hülsbeck viel daran, dass gerade »Tunnel B1« auf den Veranstaltungen gespielt wird: »Der Original-Soundtrack war schon sehr symphonisch. Ich möchte wirklich gerne hören, wie meine Musik mit einem echten Orchester klingt«. Er schmunzelt: »Und weil das Projekt nun schon über 11 Jahre zurückliegt, kann man es ja auch fast als Klassiker einstufen«.

Im Konzert mit dabei: »Tunnel B1 (Suite)«.

  • Das Konzert

    Musik von Chris Hülsbeck, aufgeführt durch das WDR Rundfunkorchester Köln unter der Leitung von Grammy-Preisträger Arnold Roth

    Solisten: Jari Salmela (Klavier) und Rony Barrak (Perkussion)

    CD-Mitschnitt (2. Auflage)
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  • Chris Hülsbeck

    Für viele Spielefans ist Chris Hülsbeck der »Soundmagier«. Dabei hat er bloß einige der bekanntesten Melodien für Commodore 64 und Amiga komponiert, zum Beispiel für »The Great Giana Sisters« oder die »Turrican«-Reihe, auf beiden Homecomputern spezielle Musiksoftware entwickelt, mit synSONIQ ein eigenes Label für Spielemusik gegründet und neun CD-Alben veröffentlicht.
    Ein ganz normaler Held also.