Im Rückblick: R-Type
Chris Hülsbeck im Gespräch. Ab sofort plaudert der Komponist aus dem Nähkästchen und erzählt über seine Arbeit an Spielemusikklassikern, die im August beim »Symphonic Shades«-Konzert aufgeführt werden. Heute: »R-Type«.
Unterwegs im futuristischen Raumschiff, kämpften sich Spieler in den 80er Jahren durch die virtuellen Welten des Automaten »R-Type« der japanischen Firma Irem. Chris Hülsbeck erinnert sich: »Es war eindeutig einer unserer Lieblingstitel währender meiner Zeit bei Rainbow Arts. Das war 1988 - und durch eine Verstrickung glücklicher Umstände hatten wir damals die Gelegenheit, das Spiel für C64 und Amiga umzusetzen«.
Zwar kam die Spielhallen-Version bereits mit Musik, jedoch ohne Titelmelodie daher: »Ich beschloss also, etwas Eigenes zu komponieren: Die Version für C64 war noch ein bisschen von den Ingame-Stücken des Originals inspiriert, aber für den Amiga wollte ich etwas Filmisches mit einigen orchestralen Instrumenten versuchen.« Zu dieser Zeit schaffte es gerade der legendäre Korg M1-Synthesizer ins Hardware-Arsenal von Chris Hülsbeck - das ideale Gerät für das Spieleprojekt: »Diese Maschine hatte eine Menge genialer Sounds. Ich habe tagelang mit allen möglichen Klängen herumprobiert und bald fand ich die Hauptmelodie des Stücks«.
Eine Woche sollte es schließlich dauern, bis die Komposition für »R-Type« fertig war. Verfeinert wurde der Titel mit technischen Tricks und raffinierter Programmierung: »Ich wollte das Meiste aus dem Amiga rausholen«.
Chris Hülsbeck erinnert sich genau an den Erfolg seiner ersten Präsentation im Büro von Rainbow Arts: »Die finale Version der Titelmelodie war eine kleine Sensation. Ich weiß noch, dass viele Leute sie gleich zweimal hören wollten«.
Im Konzert mit dabei: »R-Type (Main Theme)«.

