Im Rückblick: Gem’X

Mit seinen Erinnerungen an die Produktion von »Gem’X« erzählt Chris Hülsbeck heute die letzte Anekdote in der »Symphonic Shades«-Reihe. Auf den Tag genau in einem Monat werden die restlos ausverkaufen Konzerte in Köln stattfinden. Endlich!

Vor 18 Jahren feierte der deutsche Entwickler KAIKO mit dem Spiel »Gem’X« seinen Einstand - und schon bei dem Debütwerk sollten keinen Zweifel daran aufkommen, dass es eine ausgeprägte Japan-Affinität im Team gab, die konsequent auch in Folgeprojekten wie »Apidya« fortgesetzt wurde. Und so kam es, dass ein gewisser C. Hylsic den Soundtrack für die kunterbunte Produktion beisteuerte: Unter Zeitdruck galt es, Steine nach vorgegebenen Mustern umzubauen. Die niedliche Präsentation im Manga-Stil täuschte geschickt über den stets anwachsenden Schwierigkeitsgrad hinweg.

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Im Rückblick: The Great Giana Sisters

Ähnlichkeiten mit Videospielen aus Japan? Rein zufällig.
1987 starteten die deutschen Heldinnen Giana und Maria ihr gemeinsames Abenteuer durch Phantasiewelten. Unfreiwillig, denn die beiden Schwestern mussten sich aus einem Alptraum retten, in dem sie gefangen gehalten wurden. Lösung des Problems? Finden eines gigantischen Juwels natürlich!

Die Musik zum Spiel gehörte zu Chris Hülsbecks ersten Werken für den Hersteller Rainbow Arts: »Ich hatte die Firma auf eine Anzeige hin ganz frech angerufen und gefragt, ob sie Soundtracks für ihre Produktionen bräuchten. Die Schule war damals ehrlich gesagt nur eine Nebensache. Denn ich wusste einfach nicht, was ich später machen wollte… Nach den ersten Jobs für Rainbow Arts wurde mir das aber ganz schnell klar«, erinnert er sich.

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Weltpremiere: Karawane der Elefanten

Keine zwei Monate mehr. Dann erklingen unter der Leitung von Arnold Roth Klassiker aus der Feder von Chris Hülsbeck, aufgeführt vom WDR Rundfunkorchester. Ein Titel wurde exklusiv für die Konzerte in Köln komponiert und wird seine Weltpremiere im Funkhaus Wallrafplatz feiern: »Karawane der Elefanten«.

Chris Hülsbeck erzählt: »Inspiriert wurde ich von der Filmmusik zu Die Mumie aus dem Jahr 1999. Ich spielte ein wenig mit ägyptisch-klingenden Melodien«. Er lacht: »Und auf einmal sah ich Elefanten durch die Wüste laufen!«.
Die Komposition ist eine Mischung aus epischen Passagen und betörenden Bolero-Rhythmen. Der Spannungsbogen beschreibt eine Karawane, wie sie am späten Nachmittag, dann in der Nacht und schließlich am Morgen voranschreitet. »Es reizte mich, mit orientalischen Notenskalen zu experimentieren. Das war eine ganz neue Erfahrung und hat sehr viel Spaß gemacht«.

Mit der Bekanntgabe des Titels »Karawane der Elefanten« steht der Programmablauf beider »Symphonic Shades«-Konzerte am 23. August 2008 nun fest - entwickelt in Zusammenarbeit mit Chris Hülsbeck.

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  • Das Konzert

    Musik von Chris Hülsbeck, aufgeführt durch das WDR Rundfunkorchester Köln unter der Leitung von Grammy-Preisträger Arnold Roth

    Solisten: Jari Salmela (Klavier) und Rony Barrak (Perkussion)

    CD-Mitschnitt (2. Auflage)
    Album auf iTunes
    Album auf Amazon-MP3
  • Chris Hülsbeck

    Für viele Spielefans ist Chris Hülsbeck der »Soundmagier«. Dabei hat er bloß einige der bekanntesten Melodien für Commodore 64 und Amiga komponiert, zum Beispiel für »The Great Giana Sisters« oder die »Turrican«-Reihe, auf beiden Homecomputern spezielle Musiksoftware entwickelt, mit synSONIQ ein eigenes Label für Spielemusik gegründet und neun CD-Alben veröffentlicht.
    Ein ganz normaler Held also.